Tarifvertrag apotheker berlin

Zusammengenommen stellen die vier Studien eine feine Sammlung empirischer Forschungen zu verschiedenen Facetten der Arbeitsbeziehungen und deren Ergebnisse auf modernen Arbeitsmärkten dar. Unserer Meinung nach wird eine der größten Herausforderungen für Tarifverhandlungen und Arbeitnehmervertretung darin bestehen, in einer sich rasch wandelnden Arbeitswelt relevant zu bleiben (siehe auch OECD 2017). Im Nachkriegs- und Vereinigten Deutschland haben Gewerkschaften, Arbeitgeber und Regierung es recht erfolgreich gemacht, « den Laden zusammenzuhalten » (Silvia 2013). Die Tatsache, dass es keine offensichtliche und eindeutig überlegene Alternative zum derzeitigen System der Arbeits- und Arbeitsbeziehungen gibt, reicht jedoch möglicherweise nicht aus, um das Überleben des gegenwärtigen Systems zu gewährleisten. ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverband – www.abda.de Die ABDA – Bundesverband Deutscher Apothekerverbände ist der Dachverband der deutschen Apothekerverbände. Sie fungiert als wichtigstes professionelles politisches Organ der kommunalen Apotheken in Deutschland. Außerdem werden die Kontaktdaten aller deutschen Apothekerkammern und Apothekerverbände aufgelistet. Determinanten auf Unternehmensebene werden in Abbildung 3 dargestellt. Schätzungen der Unternehmensgröße deuten darauf hin, dass die Wahrscheinlichkeit, dass Arbeitsplätze unterhalb der Niedrig- oder Mindestlohnschwelle bezahlt werden, in kleinen Unternehmen mit weniger als 5 oder zwischen 5 und 49 Beschäftigten im Vergleich zu großen Unternehmen steigt. Dies entspricht der Hypothese 7, die von einer höheren Mindest- und Niedriglohninzidenz in kleineren Unternehmen ausgeht. Auch die Region, in der ein Unternehmen seinen Sitz hat, spielt eine große Rolle.

Vor allem im Nordosten Deutschlands und in geringerem Maße im Nordwesten ist das Risiko, unterhalb der Niedriglohn- und Mindestlohnschwellen zu verdienen, im Vergleich zum Süden deutlich höher. Darüber hinaus ist im Nordosten des Landes die Kluft zwischen den Löhnen und der Niedriglohnschwelle bemerkenswert groß. Diese Ergebnisse stützen Hypothese 8. Das Bestehen von Tarifverträgen stellt einen wesentlichen Faktor dar. Unternehmen, die nicht tarifvertraglich gebunden sind, zahlen eher Löhne unterhalb der Niedrig- oder Mindestlohnschwelle. Zudem sind die Abstände zwischen Stundenlohn und Niedrig- und Mindestlohnschwellen vergleichsweise groß. Tarifverträge reduzieren die Niedrig- und Mindestlohnrisiken. Diese Ergebnisse stehen im Einklang mit Hypothese 9. Hypothese 10 sagt eine höhere Mindest- und Niedriglohninzidenz in frauendominierten Unternehmen voraus. Obwohl die Korrelation vergleichsweise gering ist, kann Hypothese 10 nicht zurückgewiesen werden. Die Arbeitsbedingungen und Löhne werden zum Teil durch die Arten von Tarifverträgen bestimmt, an die Arbeitnehmer und Unternehmen gebunden sind.